Muss man Getriebeöl wechseln?

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Dass ein Ölwechsel in den meisten Fahrzeugen regelmäßig vorgenommen werden sollte, ist den meisten Fahrern bekannt. Doch wie es um den Wechsel von Getriebeöl steht, wird immer wieder heiß diskutiert. Getriebeöl wird nämlich oft als wartungsfrei angepriesen, da es an Stellen im Fahrzeug eingesetzt wird, die deutlich weniger heiß werden als die Einsatzorte von Motoröl. Dadurch ist die Belastung auf das Getriebeöl natürlich um einiges geringer. Allerdings sorgt auch diese Flüssigkeit als Schmierstoff dafür, dass die Reibung zwischen den Zahnrädern und anderen Komponenten verringert wird und Schmutzteilchen abtransportiert werden. Durch diese wichtigen Aufgaben unterliegt das Getriebeöl ähnlich wie Motoröl Alterungs- und Verschleißerscheinungen und muss entsprechend gewechselt werden, um die Funktions- und Leistungsfähigkeit zu erhalten.

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100.000 Kilometern

Getriebeöl wechseln FaviconWährend Motoröl nach etwa 15.000 Kilometern gewechselt werden muss, ist der Wechsel vom Öl im Getriebe erst nach ungefähr 100.000 Kilometern nötig. Meistens wird diese Kilometerzahl erst nach einigen Jahren erreicht, weshalb viele Autohersteller mit einer „lebenslangen“ Befüllung mit Getriebeöl werben. Automatikschaltungen verfügen häufig über eine Empfehlung zum Wechselintervall des Getriebeöls, da diese Systeme deutlich komplexer und größer dimensioniert sind als Schaltgetriebe. Nach spätestens 8 Jahren sollte das Getriebeöl allerdings in einer Werkstatt überprüft und gegebenenfalls gewechselt werden. Dabei wird das alte Getriebeöl abgelassen und die Ölwanne, wenn nötig, gereinigt. Im Anschluss wird neues Öl ins Getriebe eingefüllt. Damit kann der Schmierstoff seine wichtigen Aufgaben wieder reibungslos erfüllen und sorgt für eine flüssige Gangschaltung. Wird der Wechsel des Schmierstoffs vernachlässigt, verliert es seine Eigenschaften und erfüllt seinen Zweck immer schlechter. Autofahrer bemerken dies in der Regel, wenn sich die Gänge des Fahrzeugs schwer schalten lassen oder das Auto bei der Gangschaltung ungewöhnliche Geräusche von sich gibt. Fahrzeugfahrer und -halter sollten beim Nachfüllen des Getriebeöls allerdings darauf achten, bei dem verwendeten Produkt die richtige API-Klassifikation zu wählen: Hier wird unterschieden zwischen den Einteilungen GL-1 bis GL-6, wobei GL-6 für extrem hohe Beanspruchungen geeignet ist. Normale Fahrzeuge können problemlos mit Schmierstoffen der Klassifikation GL-4 betrieben werden.

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