Wie kommt Wasser ins Motoröl?

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Motoröl sollte leicht zähflüssig sein und eine gelbe bis braune Farbe besitzen, ohne schwarze Rückstände aufzuweisen. In manchen Fällen ändern sich allerdings die Konsistenz oder die Färbung des Motoröls: Manchmal geschieht des, wenn Benzin in das Motoröl gelangt. In häufiger auftretenden Fällen gelangt aber Wasser ins Öl. Die Ursache für dieses Phänomen liegt verschiedenen Gründen zugrunde.
Meistens gelangt Wasser ins Motoröl, weil der Behälter falsch gelagert wurde. Durch die wechselnden Außentemperaturen gelangt nach und nach immer mehr Kondenswasser oder feuchte Luft in den Kanister oder die Dose. Wurde der Behälter bereits geöffnet, ist er nicht mehr hermetisch verschlossen und kann bei Lagerung im Außenbereich auch mit Regenwasser vermischt werden. Daneben gibt es auch die Möglichkeit, das Motoröl, das sich bereits im Fahrzeug befindet mit Wasser in Kontakt kommt: Dies passiert beispielsweise dann, wenn ein Bestandteil des Motors, der für die Dichtung zuständig ist, defekt ist – etwa durch normalen Verschleiß oder einen Schaden. Dann kann zum Beispiel Kühlwasser zum Motorenöl hinzufließen und dieses in seiner Leistungsfähigkeit deutlich beeinträchtigen. Ebenso kann der Betrieb des Fahrzeugs ein Wasser-Motoröl-Gemisch begünstigen, denn vor allem durch viele Kaltstarts beim sogenannten Stop-and-Go-Betrieb wird der Motor nur kurz erwärmt, wodurch sich wiederum beim Abkühlen Kondensat bilden kann. Auch Kraftstoff kann sich dadurch sammeln.

Wie kommt Wasser ins Motoröl?
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Beeinträchtigung der Schmierfähigkeit

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Als Folge von Wasseransammlungen im Motorenöl wird in erster Linie die Schmierfähigkeit des Motoröls stark beeinträchtigt: Es kann keinen Schmierfilm mehr zwischen den Metallteilen im Motor bilden, die aneinander reiben. Optisch macht sich dies ebenfalls bemerkbar, denn verwässertes Öl wirkt bei einem geringen Wasseranteil trüb. Ist bereits sehr viel Wasser im Öl vorhanden, setzt sich dies bei Betrachtung einer Probe bereits am Boden ab, denn die Dichte von Motoröl ist etwas geringer als die von Wasser. Um Schäden im Motor zu verhindern, die durch die Mischung mit Wasser entstehen können, sollten Sie Ihr Öl regelmäßig wechseln und auf allzu viele Kaltstarts verzichten.

 

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