Motoröl – Was heißt 10w40?

Neben den ACEA- und API-Klassifizierungen und der Herstellerfreigabe ist auch das Fließverhalten von Motoröl eine der wichtigsten Angaben, nach der das richtige Öl gekauft werden sollte. In Deutschland wird dabei besonders häufig das Öl der Klassifizierung SAE 10W40 vertrieben, das sich für die Außentemperatur hierzulande sehr gut eignet. Die Buchstaben vor der eigentlichen Kennzeichnung, „SAE“, stehen für die Society of Automotive Engineers, die diese Einteilung normiert hat.
Die SAE-Klassifizierung von Mehrbereichsölen besteht aus zwei Teilen: einer Zahl mit dem Zusatz „W“ für das Verhalten bei niedrigen Temperaturen und einer zweiten Zahl für die Viskosität im betriebswarmen Zustand.
Die Kennzeichnung „10W“ beschreibt die definierten Kaltstarteigenschaften sowie die Pumpbarkeit bei niedrigen Temperaturen gemäß SAE J300.
Die nachfolgende Zahl „40“ steht nicht für 40 °C. Sie bezeichnet eine Viskositätsklasse mit festgelegten Grenzwerten bei 100 °C sowie Mindestanforderungen an die Hochtemperatur-Scherstabilität (HTHS bei 150 °C).
Ein Motoröl der Klasse 10W-40 ist daher nicht auf 40 °C begrenzt, sondern erfüllt klar definierte Viskositätsanforderungen im betriebswarmen Zustand.


Achten Sie bei der Wahl des Motoröls stets auf die passende Viskosität, Ist sie nicht auf den Motor und die vorgesehenen Betriebsbedingungen abgestimmt, kann das Öl unter Umständen nicht ausreichend zirkulieren. Die Folge sind Mangelschmierung, erhöhter Verschleiß und im schlimmsten Fall ein Festfressen von Bauteilen durch direkten Metallkontakt, der normalerweise durch einen stabilen Schmierfilm verhindert wird.
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Die erste Zahl steht dabei für die Fließeigenschaften des Motoröls bei Kälte, die zweite Zahl selbige bei 100 Grad Celsius. Die im Standard der SAE J300 festgelegten Bedingungen unterteilen die Viskositätsklassen nach ihrer tiefsten Temperatur, bei der das Öl noch pumpbar ist.
Die Höchsttemperatur liegt bei 10W40 wohl kaum bei nur 40Grad C…..
Sehr geehrter Herr Wyssbrod,
vielen Dank für Ihren Hinweis. Die „40“ in 10W-40 steht nicht für eine maximale Einsatztemperatur von 40 °C. Sie bezeichnet gemäß SAE J300 die Viskositätsklasse im betriebswarmen Zustand, konkret definierte Grenzwerte der kinematischen Viskosität bei 100 °C sowie Anforderungen an die Hochtemperatur-Scherstabilität (HTHS bei 150 °C).
Motoröle arbeiten im realen Betrieb selbstverständlich bei deutlich höheren Temperaturen. Die Zahl beschreibt daher keinen Temperaturdeckel, sondern eine normierte Viskositätsklasse.